Diesmal, wegen der grossen
Bedeutung des unter der Schirmherrschaft von der ersten, polnischen
Präsidentschaft in dem UE-Rat stehenden Entwurfes, war mein Rucksack
schwerer, weil ich meinen Laptop mitnehmen musste, um laufend Informationen
und Fotos zu zeigen.
Ganz anders sah die ganze Expedition aus. Sie war ein bisschen leichter als
die früheren, weil statt den ganzen Tag zu marschieren, fuhr ich zwischen
den Städten mit dem Bus oder Zug.
Nachdem ich mich in einem früher gebuchten und natürlich mit dem Internet
ausgestattenen Hotel eingelebt hatte, machte ich mich nach einer kurzen
Erholung an die Arbeit.
An meinem Entwurf arbeitend, gelang ich auf meinen Fotos den Ort zu finden,
wo sich die Stadt Vindobona - die Provinz Pannonia und die Stadt von
römanischen Kaufmännern auf dem Magdalensberg, das Reichtum Noricum befunden
hat. Durch Udine, in der Richtung Palmanova fuhr ich auch nach Cividale del
Friuli – früher Marktplatz des Julius (lat. Forum Julii) auf dem Handelsweg in der Nähe der
Bernsteinstraße, die über die Friaul-Ebene läuft.
Dann, auch mit dem Bus fuhr ich nach Grado – der Hafen für Schiffe, die nach
Aquileia gefahren sind. Später schon zu Fuss machte ich einen Spaziergang
durch die Stadt Palmanova.
Um nach Wien zu kommen, musste ich mit dem Bus durch Breslau fahren.
Diese Stadt veränderte sich sehr, seit ich am letzten Mal die
Bernsteinstraße abgelaufen bin. Bei der Einfahrt in Breslau kann man eine
Riesenbrücke sehen, dann ein Paar hundert Meter weiter zeigt sich ein
unheimlich mit dem Netz von Schnellstrassen kontrastierendes Stadion. Und
ich? Natürlich packte ich meinen Fotoapparat in meinen Rucksack statt in
meine Handtasche ein.
Weil alle Büsse in die Hauptstadt von Österreich in der Nacht kommen, schon
am Ort beeilte ich mich, um am schnellsten in meinem Hotel zu sein. Wie
üblich, nachdem ich die Geheimzahl beim Eingang eingeführt hatte, konnte ich
dank Höfflichkeit eines Mädchens mit dem Hotelbeistzter telefonieren und
mich in meinem Hotel anmelden.
Am Morgen ging ich durch die Rennweg-Straße, in der Nähe davon sich früher
die Stadt Vindobona befunden hat. Es gibt einen schönen Tag, so freue ich
mich darauf, dass an dem Schwarzenbergplatz ein Springbrunnen ist.
Wassertropfen aus dem
Springbrunnen und ein Schatten,
was braucht man mehr an einem so heissen
Tag!
Ich wanderte durch das Zentrum Wiens in der
Richtung des Michaelerplatzes. In dieser Gegend wurden Ruinen von Gebäuden
der Stadt Vindobona erfunden. In der Nähe hat sich ebenfalls ein
Legionslager - castrum legionis befunden.
"Römisches Haus mit
Wandmalereien und Fussbodenheizung (2.- 4. JH.)"
Die Hauptfigur meines Entwurfes ist die
Bernsteinstraße als auch Bernstein, der ein solches Erkennungeszeichen
meiner Uniform ist. Und wenn ich aus dem Zentrum zum heutigen Bahnhof Wien
Meidling ging, traff ich auf einer der Wiener Straßen eine Ortsbewohnerin,
mit der ich ein bisschen plauderte und die von meinem von den Danziger
Juweliern erhaltenen Bernstein begeistert war.
Weiter fuhr ich mit dem Zug nach Sankt Veit an der Glan, in die Nähe von
Klagenfurt, wo sich früher die Hauptstadt der Provinz Noricum - Virunum
befunden hat. Ich wollte nach Magdalensberg kommen, die Stadt, über die am
sichersten die Kommunikationsverbindung zwischen Aquileia und dem Bergbau-
und Hüttengebiet Hüttenberg mit Gold-, Silber- und Eisenbergwerken gegangen
ist. Am nächsten Tag fuhr ich mit dem Bus aus Sankt Veit an der Glan nach
Sankt Michael am Zollfeld, woher ich zu Fuss aufs Magdalensberg ging. Das
ist etwa acht Kilometer, und weil ich sich auf den Bus beeilend liess auf
dem Bahnhof meinen Schatz, das heisst 1,5 Liter Mineralwasser, war ich
Bäumen für ihren Schatten sehr dankbar. Ich fand ein Paar Birnen, waren sie
jedoch nur für ein Obstkompott geeignet. An der Strasse wuchsen auch
Walnussbäume, deren Obst zum Glück reif und lecker waren. Das Wetter war
schön und mein Fotoapparat hatte viel zu tun.
Solche Fotos zu machen, das
ist ein reines Vergnügen
Wenn es um Landkarten ging, aufs
Magdalensberg kletternd konnte ich diese Landkarte, die ich von den in
Judenberg wohnenden Polen während meiner früheren Reise bekommen habe, gut
gebrauchen. Wenn ich aufs Magdalensberg kam, ging ich zuerst in eine Tawerne,
um meinen Durst zu stillen. Und wie das damals auf einem Handelsweg, wo ein
Austauschhandel an der Tagesordnung gewesen ist, dankte ich auch mit
Bernsteinen aus meinem Geldbeutel für Wasser und Süssigkeiten.
Archäologischer
Park Magdalensberg.
Die Stadt auf dem Magdalensberg, gegründet im
1. Jh. V. Chr., war das italische Handels- und Produktionszentrum im damals
noch freien keltischen Königreich Noricum. Mit dem Vordringen Roms wird sie
zum ersten antiken Verwaltungszentrum im Ostalpenraum und somit zum ersten
österreichischen Hauptstadt.
Wie keine andere archäologische Anlage vermittelt die Stadt Alt-Virunum auf
dem Magdalensberg mediterranes Flair und das auf 1.000 m Seehöhe. Die
nördlich von Italien einzigartigen fresken finden ihre nächsten Parallelen
in den berühmten Wandmalereien in Pompeji.
Im Zentralpunkt der Stadt hat das Heiligtum
Tempelbezirk (Felsenheiligtum) gestanden. In der Nähe hat sich das Forum und
Händler-Niederlassung befand, wo sich in einem zweistöckigen Saal
Versammlungen und Gerichtsverhandlungen stattbefunden haben. Auch in der
Nähe des Heiligtums hat die Person gewohnt, die die wichtigste Rolle in der
Stadt erfüllt hat.
Das Gebäude hatte mit
Sicherheit ein Paar Stöcke,
was man an der Tragwand sehen kann.
An der anderen Seite der Straße, gegeüber dem
Haupteinfahrt in Magdalensberg sind auch archäologische Anlagen zu sehen.
Hier wurden Bad, Terrassenhäuser und die Kaiserliche Goldschmelze erfunden.
Goldfabriken - man kann da
Metallschmelzöfen sehen.
Nachdem ich die historisch- archäologischen
Sehenswürdigkeiten besichtigt hatte, fuhr ich mit dem Bus nach Klagenfurt.
Meinen Entwurf verwirklichend habe ich mich vorausgesetzt, dass ich jeden
Tag besichtigen und in meinen Berichten von einem anderen Ort erzählen werde.
So entschied ich mich, den nächsten Tag in Cividale del Friuli, schon auf
dem Gebiet Italien zu verbringen. In Klagenfurt kaufte ich eine Fahrkarte
nach Udine, wo ich früher eine Übernachtung gebucht hatte. Aus Österreich
nach Italien fuhr ich mit dem Doppeldecker und zu meiner Freude an "Obendeck".
Links der Wörthersee, der genauso aussieht wie während meines Spazierganges
nach Villach. Ebenfalls goss es in Strömen wie damals. Wenn ich durch die
Gebiete und Städte fuhr, die ich dann zu Fuss auf den Spuren von
Bernsteinkaufmännern durchgewandert bin, dachte ich mich, das ist ganz
unmöglich, so viele Kilometer spazierenzugehen. Aus dem Fenster des Busses
sah ich den Fluss Fella, der auf seinem Weg alle Wasserfälle und Bächlein
sammelnd immer reissender wird und in der Stadt Carnia als ein
Riesenschwemmland in Tagliamento einläuft.
In Udine, nachdem ich meinen Rucksack im Hotel gelassen hatte, wollte ich
mich, indem ich aus einem Bahnhof zum anderen lief, nach nächsten
Kommunikationsverbindungen erkundigen. Wegen des schlechten Wetters verschob
ich den Ausflug nach Cividale auf den nächsten Tag.
Wenn es aufgehört hatte zu regnen, fuhr ich nach Cividale del Friuli (lat.
Forum Julii). Sie wurde im 50 J. v. Ch., auf der neuen,
römischen Strasse Via Julia Augusta gegründet. Die archäologischen Funde
bestätigten die wenedige und keltische Herkunft der Stadt.
Wenn ich zum Ziel kam, war es ein bisschen kühl, wie ist es im Gebirge, und
das Touristeninformation war noch geschlossen, so wusste ich nicht, was ich
dann machen soll. Eine genaue Landkarte der Stadt bekam ich erst in dem
imposanten Stadtmuseum.
Im Vordergrund kann man den
Fluss Natisone in Cividale del Friuli,
im Hindegrund die Alpen sehen.
Ins Stadtzentrum zurückgehend weckte meine
Neugier ein an der Landkarte mit dem Wort "Celtico" markierter Punkt. So ging
ich in diese Gasse.
Ein erhaltener Raum nach der
keltischen Herkunft vom IV-III Jh. V.Ch. Es ist möglich ihn selbst zu
besuchen - die Schlüssel kann man in dem auf dem Foto gezeigten Café leihen.
Auf dem Weg nach Cividale, in Udine, kaufte
ich leckeres und noch warmes Gebäck und damit geniessend ging ich in der
Richtung des Bahnhofes, um weiter nach Aquileia zu fahren. Nach dem Gespräch
mit einer nach Grado reisenden Frau kaufte ich eine Fahrkarte in diese Stadt.
Mit dem Bus fahrend schaute ich die schönen Landschaften aus dem Fenster des
Busses und ich dachte mich wie cool ist mit dem Rucksack neben auf dem Sitz
zu reisen.
Diese Stadt und eigentlich Inseln und eine Lagune sind historisch mit
Aquileia verbunden, wo "Gold des Nordens" d.h. Bernstein geliefert und
verarbeitet wurde. An dem Adria dominieren die aus dem Nordosten, Süden und
Südosten bläsenden Winde. Die Schifffahrt in beiden Richtungen machte die
Entwicklung von Verbindungen auf dem Seeweg möglich. Die Inseln Grado waren
der erste Hafen für antike Seefahrer, die dank dieser Verbindung mit dem
Stausee und weiter auf dem Flugweg am Natissa den Hafen in Aquileia
erreichen konnten.
Wenn man durch die Straßen des Stadtzentrums bummelt, geht man zwischen den
Gebäuden wie durch Durchgänge, weil die anderen, weit stehenden Häuser
beinahe nicht zu sehen sind. Eigentlich fast jedes Grundstück ist hier
völlig bebaut.
Und warum? Schauen Sie die Fotos, bitte!
Grado Pineta, Foto der Insel.
Porto Mandracchio.
Aus den Inseln Grado fuhr ich nach Cervignano
del Friuli, um dort zu übernachten. Um am nächsten Tag nach Palmanova, um
diese Strecke, die ich früher zu Fuss nicht gegangen war, zu besichtigen.
Zur Erinnerung: während des Spazierganges aus Linz nach Aquileia erreichte
ich die Gegend von Palmanova, wenn es schon dunkel war. Ich stand am
Kreuzweg und hatte keine Ahnung, wohin ich weiter gehen soll. Die Menschen,
die ich auf dem Weg traf und nach dem Weg fragte, gaben sie mir
widersprüchliche Informationen. Während ich verzichtet in der Näe der
Bahngleise hin und zurück herumging, traf ich ein Mädchen, das nachdem ich
sie nach einem Hotel gefragt hatte, bot mich an, mit ihrem Auto mitzunehmen.
Und auch diese Strecke fügte ich in meinem Entwurf hinzu: "Die Promotion der
polnischen Präsidentschaft auf der Bernsteinstraße".
Palmanova befindet sich auf dem die Friaul - Ebene abschneidenden, antiken
Handelweg, der nach Aquileia führt. Zwar ist diese Stadt anderen
italienischen Städten ähnlich, unterscheidet sich jedoch von ihnen davon,
dass sie mit Befestigungen umgegeben ist und berühmt wegen der Form des
Sterns ist.
Nachdem ich mit dem Bus in Palmanova gekommen war, ass ich in einer
Imbissstube ein grosses Käsebrötchen und gegrillte Aubergine. Ich hatte mir
vor, einen ruhigen Spaziergang durch die Stadt und viel Fotos zu machen. Es
erwies sich jedoch, dass dort wie in einem Bienenstock ist. Piazza Grande
ist nämlich ein grösster Platz, wo es auch Karussellen gibt. An den
strahlenförmigen Hauptstrassen stimmten Kapellen ihre Instrumente und
Marktbuden wurden für den Jahrmarkt von regionalen Produkten gestellt.
Palmanova, die Ende des XVI-ten Jahrhunderts gebaut wurde, besitzt als
Befestigungssystem drei Törer mit Räumen für Wache und Zollbeamter. Die
Stadt – die Festung mit einem breiten Graben hat die östliche Grenzen des
Friaul - Gebietes der Venediger Republik wehren sollen.
Porta Udine - Verschluß zum
Öffnen und Schließen des Aussentores (Klappbrücke).
Die Strecke in Palmanova konnte ich abhacken,
d.h. beasichtigte sie ganz genau. So warte ich an der Haltestelle auf den
Bus nach Udine, woher ich weiter mit dem Nachtzug nach Wien fuhr.
Und noch einmal die Strasse Viale San Marco
in Palmanova,
im Hintergrund die Schönheit der Alpen.
Und alles begann mit der Sage
über Golem aus dem Judenbezirk Josefov in Prag, also erzähle ich Euch diese
Geschichte.
Eine Nacht gingen der Rabbiner Jehuda ben Becalela genannt Maharal, sein
Schwiegersohn sowie Schüler Levit, in weißen Umhänge eingewickelt und bei
Fackelschein an das Moldauer Ufer. Dort befanden sich Löcher von dem
gewonnenen Saleter und viel Schmutz. Aus diesem Schmutz feritgten sie eine
Figur an, die sie Golem nannten. Danach gingen sie um diese Lehmpuppe sieben
mal herum, indem sie Kombination der Buchstaben aufsagten. Einer übergab ihr
Rotes Feuer und der andere die Wasserfeuchtigkeit. Der Rabbi legte der
Lehmpuppe unter die Zunge Schem d.h. ein Pergamentzettel, dem Namen
Gottes. Er liess ihr auf die Beine stehen und wie ein Diener gehorsam sein.
Bei Tagesanbruch kamen alle drei gesamt mit Jossile Golem zum Ghetto zurück.
Um unnötige Fragen zu vermeiden, erzählte Low seiner Frau Perl, dass er
diesen armen Taubstummer aus Mitleid aus der Straße mitnahm.
Die Lehmpuppe saß wachsam in der Ecke, auf die Maharals Befehle wartend.Als
gehorsame und unterwürfige Gestalt erfüllte sie jeden seinen Willen. Weil er
am Samstag nach jüdischen Glauben nicht gearbeitet werden darf, musste Low
ihr an jedem Sabbat den Schem entfernen, dadurch sie willenlos wurde.
Aber eines Tages vergiss er das zu tun. Er war schon in die Altneusynagoge, wo sich wie am jeden Freitag eine Abendszeremonie stattgefunden
hat. Plötzlich bekam Golem einen Tobsuchtanfall, lief er auf die Strasse aus
und begann mit voller Kraft Häuser zu schütteln und zu drohen, dass er alles
zerstört. Low wurde davon benachrichtigt. Er hat sofort aufgehört, den Psalm
zu singen. Wenn es nämlich der Samstag beginnen würde, könnte er das Singen
nicht mehr stoppen. Er kam an Golem und nahm ihm schnell den Zettel aus.
Dann stürzte er auf den Boden ohnmächtig. In der Synagoge begannen Menschen,
den unterbrochenen Psalm zu singen. Wenn das Monster schon wehrlos war, ging
Low mit zwei Helfern um Golem sieben mal herum, indem er in der
Gegenrichtung die Kabbalaformel aufsagte. Jossile Golem wurde wieder ein
Lehmklumpen, die auf dem Dachgeschoss die Altneusynagoge gelassen wurde.
Und das ist eine der einigen Versionen dieser Sage. Sie wurde natürlich sehr
gekürzt.